Wenn das Wort „Abschalten“ zutrifft

Abschalten leicht gemacht

Wie jedes Jahr beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch. Es gibt viele unter uns, die nichts davon halten oder sich nicht als „christlich genug“ ansehen, um die Sechswochenkur durchzuziehen. Andere wiederum fasten Süßigkeiten, Alkohol oder tierische Produkte. Der Trend allerdings geht eindeutig zum „digitalen Fasten“.

Blog abschalten

Der Alltag im Unternehmen:

Gemeinsame Termine und Prioritäten werden über ein einheitliches System, welches ausschließlich online abrufbar ist, koordiniert. Social-Media-Kanäle werden mit Content befüllt. Kundentermine wickelt man über Skype ab. Die Kommunikation innerhalb des Betriebes und außerhalb zum Kunden, findet über E-Mails statt.

Wie kann jemand, der in einem „modernen“ Betrieb arbeitet, auf das eigene Bewusstsein hören und Digitalität fasten?

Digital-Detox ist das Stichwort:

Blog abschalten

Alle, die diesen Blogbeitrag lesen sind sich vermutlich einig, dass es nicht möglich ist, komplett auf PC, Smartphone und Tablet im täglichen Arbeitsleben zu verzichten.

ABER, wenn wir ehrlich sind, ist es ein riesen Stressfaktor, sich innerhalb seiner individuellen Aufgaben durch aufpoppende Mails, Chatnachrichten und neue Terminabstimmungen ablenken zulassen.

Doch muss jede Nachricht innerhalb von Sekunden beantwortet werden, jeder Kommentar direkt geliked werden? Effektiveres Arbeiten kann durch eine gesteigerte Konzentration hervorgerufen werden, das ist bewiesen. Außerdem wird die Produktivität gesteigert, die Kreativität gefördert und die Motivation erhöht, wenn das „Dranbleiben“ gewährleistet ist.

Die Alternative: Freiheiten einbauen

  • Social-Media-Beiträge an einem Tag in der Woche vorausplanen und am Ende der Woche die Insights checken
  • Social Media zwei Mal am Tag öffnen, das überprüfen, was es zu überprüfen gibt und danach wieder schließen.
  • Apropos Social Media: Nutzt du überhaupt all die Kanäle, auf denen dein Unternehmen angemeldet ist? Kann man einige davon eventuell ganz abschalten? (Blog:Plattformen)
  • Den Mailclient zu bestimmten Zeiten am Tag öffnen. Mails checken, zurückschreiben und wieder schließen
  • Genau so mit dem Smartphone: feste Zeiten einhalten, danach wieder ab in die Tasche damit
  • Termine können wieder in Timer und Plakatkalender eingetragen werden. Die einen für sich selbst, die anderen im Büro aushängen
  • Welche Tools, die ihr im Unternehmen nutzt, sind nötig, welche stressen die Mitarbeiter mehr?

Ich mache selbst den Test und starte ab heute mit der Fastenkur.

Ihr werdet meine Ergebnisse in 6 Wochen lesen können.

Wie ich die Punkte umsetzen werde:

  • Social-Media-Beiträge plane ich immer voraus, sofern sie vorausplanbar sind.
  • Eine Evaluation der Social-Media-Beiträge folgt dann am Ende der Woche
  • Ich öffne zu Beginn eines jedes Arbeitstages die Splashpixel-Social-Media-Kanäle, überprüfe, was es Neues gibt, welche Nachrichten ich beantworten muss und hole mir neue Inspirationen. Abends dasselbe noch einmal. So bin ich auf einem aktuellen Stand und verpasse nichts, obwohl ich nicht dauerhaft online bin und dadurch von „Ereignissen“ nicht abgelenkt werde
  • Meine Mails checke ich alle zwei Stunden. Eine Erinnerung (als Post-it am Bildschirm) hilft mir, mich daran zu erinnern. Schließlich soll durch einen geschlossenen Mailclient nicht das Tagesgeschäft auf der Strecke bleiben.
  • Mein Smartphone, welches ich geschäftlich für Instagram und Messengerdienste nutze, wird alle zwei Stunden gecheckt und danach geht es ab zurück in die Tasche
  • Ich nutze alle Tools, die wir bei Splashpixel verwenden, nun bewusster, um herauszufinden, welche ich tatsächlich benötige und welche wegfallen können.
  • Viele meiner Inspirationen für Social Media und die Recherche für Blogbeiträge versuche ich mehr über Bücher und Zeitschriften und weniger über das Internet heranzuziehen. Wobei sich das für mich am schwierigsten gestaltet. Aber in der Hochschule mache ich das schließlich auch (!)
  • Meine Termine trage ich handgeschrieben in einen Timer ein und alle gemeinsamen Termine werden besprochen und von mir in einem extra Kalender festgehalten
  • … vielleicht kommt die ein oder andere Umstellung jetzt von ganz allein?

Ändere auch du dein „digitales Verhalten“ und kommentiere unter dem letzten Splashpixel-Posting auf Instagram, ob du es versuchen wirst.