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Mai

SEO – Optimierung Teil 1/5

Einleitung Suchmaschinenoptimierung

Die Performance einer Webseite wirkt sich direkt auf deren Erfolg aus. Webseiten, die ihre Zugriffs- und Ladezeiten verbessern, spüren einen deutlichen Zuwachs an Besuchern. Tests der Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing haben gezeigt, dass schon eine Verzögerung im Bereich von 400 Millisekunden, den Datenverkehr um 5-9 Prozent sinken lässt. Auch Amazon kam zu dem Schluss, dass eine langsamere Ladezeit von 100 Millisekunden einen Umsatzrückgang von 1% zur Folge hat.

Dass die Suchmaschinenoptimierung (SEO) alleine nicht mehr ausreicht, um Benutzer auf die Seite zu locken und einen hohen Pagerank zu erreichen, zeigen die Suchmaschinenbetreiber, die dem Punkt Performance eine immer größere Rolle in der Bewertung von Webseiten zuweisen.

Bei der Optimierung von Webprojekten denkt man vermutlich als erstes an aufwändige Backend-Optimierungen, wie beispielsweise das Anpassen von Datenbanken oder von PHP-Code oder gar an das Aufrüsten des Servers durch neue Hardware. Bei den meisten der heutigen Webseiten, steckt das meiste Potential allerdings in den Frontend-Optimierungen, denn 80% der Zeit, die ein Nutzer auf das Laden einer Webseite wartet, sind auf das Frontend zurückzuführen. Diese Optimierungen können meistens sehr schnell und einfach durchgeführt werden.

ANSÄTZE FÜR PERFORMANCEOPTIMIERUNG IN WEBPROJEKTEN

Um Webprojekte zu optimieren gibt es verschiedene Ansätze, Verhaltensregeln und Techniken, die eingesetzt werden können. In den folgenden Teilen wird auf die wichtigsten Möglichkeiten und grundlegende Konzepte eingegangen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Frontendoptimierungen und den dort verwendeten Techniken wie JavaScript, CSS, Caching und HTML. Serverseitig werden die wichtigsten Methoden und Module erklärt, um den Webserver nach gängigen Standards zu optimieren.

MESSUNG UND ANALYSE DER PERFORMANCE

Performancetests dienen in der Analysephase dazu einzelne Anwendungsbausteine zu testen. Da das Optimieren eines einzelnen Bausteins auch negative Auswirkungen auf die Gesamtperformance haben kann, gilt es die Optimierungen laufend zu überwachen. Bevor Strategien und Ansätze zur Optimierung durchgeführt werden können, sollte der Ist-Zustand der Webseite analysiert werden. Hierzu sollten Programmdurchläufe ausgeführt werden, und die Ausführungszeit sowie der Ressourcenverbrauch analysiert werden. Oberflächliche Tests gehen dabei lediglich auf den eigentlichen Ressourcenverbrauch und die Ausführungszeit ein, während detaillierte Tests einzelne Komponenten betrachten und Informationen über den Ressourcenverbrauch einzelner Bereiche liefern.

Für die Analyse von Webseiten gibt es eine Unmenge an Programmen und Diensten. Einen schnellen Überblick über die zu optimierenden Bereiche liefern Online-Dienste wie beispielsweise Pagespeed von Google. Schaut man sich die Ergebnisse dieser Dienste an, so erkennt man, dass in verschiedenen Bereichen Mängel vorhanden sein können, deren Behebung zu einer Verbesserung der Performance führen würde. Die Verbesserungen und die zugehörigen Maßnahmen sind nach Prioritäten geordnet und weisen das mögliche Sparpotential auf.

Die Analyseseiten www.webpagetest.org und www.loads.in gehen einen Schritt weiter und erlauben es, eine Webseite mit der Auswahl eines bestimmten Browsers und Standortes auf Performance zu untersuchen. Dies hat den Vorteil, dass man gezielter auf seine Besucher und deren Herkunft reagieren kann. Die Maßnahmen, die es zu ergreifen gilt, waren in den meisten Testfällen dieselben. Die Übersichtlichkeit und der Detailgrad der Auswertungen sind jedoch enorm. Systemoptimierungen sollten erst dann durchgeführt werden, wenn Schwachstellen und Flaschenhälse bekannt sind. Es gilt also ein blindes oder frühzeitiges Optimieren zu verhindern. Neben den bereits erwähnten Tools zur Performancemessung besteht auch die Möglichkeit diese durch Lasttests zu ermitteln, welche zugleich auch die Stabilität des Systems bei hoher Last untersuchen.